Die Autorin Deborah Ellis schrieb dieses Buchim Jahre
2000. In ihrem Nachwort wies sie extra darauf hin, wo Afghanistan überhaupt liegt. Dies
ist heute, im Jahre 2002, unnötig, da kein anderes Land so in den Blickpunkt der Welt
gerückt ist.
Es wird die Geschichte des afghanischen Mädchens Parvana erzählt. Durch die vielen
Kriege und Unruhen ist ihre einst reiche und intellektuelle Familie verarmt. Der große
Bruder ist durch eine Landmine umgekommen. In einem kleinen Zimmer lebt die Familie, bis
der Vater von den Taliban ins Gefängnis gebracht wird. Die Mutter zerbricht daran, und so
muss Parvana als Junge verkleidet für den Unterhalt der Familie sorgen.
Die Autorin schafft es, ohne Dramatisierungen ein klares Bild der Situation zu
zeichnen. Detailiert werden Gefühle und Reaktionen der leidenden Menschen gezeigt, aber
auch, wie der Mut zum Widerstand wächst. Am Ende ist das Buch von einer leisen Hoffnung
auf ein besseres Leben in Afghanistan durchzogen.
( Buchempfehlung von Frau Seifert)