Deutsch am GCE: 9c (2001)

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Überall im täglichen Leben

Von der Forschung zum Produkt: Klasse 9 c besucht die Naturwissenschaftler

BAYREUTH

Von Ralf Rogler, Matthias Zehner, Sebastian Kaiser, Andreas Stübinger, Friedrich Macht und Marlene Schuberth

Im Rahmen des Projekts "KURIER in der Schule" besuchten wir, die Klasse 9 c des Gymnasium Christian-Ernestinum, in Begleitung unserer Deutschlehrerin Alexandra Frank und Eric Waha vom KURIER die FAN (Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften) an der Universität Bayreuth.

Kabel, Drähte, Monitore - so sah die Klasse 9c des GCE bei ihrem Besuch der FAN die Forschungslabors von innen.Foto: 9c, GCE

Wir bekamen an diesem Tag die Möglichkeit, einmal selbst als Reporter tätig zu werden. Nachdem wir uns in der Zeit bis zu unserem vereinbarten Termin auf dem Unigelände umgesehen hatten, machte Manfred Finken, Fotograf des KURIER, noch ein Foto von uns.

Daraufhin wurden wir in einen Seminarraum geführt, in dem die Gründungsdekanin der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften an der Universität Bayreuth, Professorin Monika Willert-Porada, wartete und uns herzlich begrüßte. Sie hatte einen Vortrag für uns vorbereitet, der uns erst einmal erklärte, was Angewandte Naturwissenschaften sind.

Demnach werden die Erkenntnisse der modernen Naturwissenschaften mit den anwendungsorientierten Ingenieurwissenschaften verbunden. Dies veranschaulichte uns die Gründungsdekanin anhand zahlreicher Beispiele, wie etwa dem Overheadprojektor, bei dessen Entwicklung unter anderem die Gesetze der Optik grundlegend waren.

Man spürte die Begeisterung der Professorin für ihr Fach, nur leider war vieles für uns trotz der großen Bemühungen von Monika Willert-Porada schwer zu verstehen, da uns die naturwissenschaftlichen und begrifflichen Grundlagen fehlten.

Nach diesem ausführlichen und gut vorbereiteten Vortrag, der vor allem auch durch die sehr lebendige, engagierte Vortragsweise und das enorme Wissen der Wissenschaftlerin bei uns Interesse weckte, kam für uns Schüler der spannendere, weil praxisbezogenere Teil unseres Besuchs, nämlich das Betrachten von chemischen und physikalischen Versuchen sowie die Begutachtung von Maschinen und Geräten, mit denen an der FAN gearbeitet und experimentiert wird.

Zuerst wurden wir in Gruppen aufgeteilt und in einen physikalischen Versuchsraum geführt, dem man am Geruch schon anmerkte, dass dort Hochbetrieb herrschte. Nach einer kurzen Einführung wurden zwei Experimente vorgeführt, in denen gezeigt wurde, wie sich Kohlenstoff in einer präparierten Mikrowelle verhält.

Während sich der Inhalt der Mikrowelle immer weiter erhitzte, zuckten bläuliche Blitze durch den Behälter. Daraufhin wurde uns ein ähnlicher Versuch, diesmal jedoch mit einer CD, vorgeführt, bei dem die Blitze schon fast in eine Art Blitzgewitter, wie es zu Stande kommt, wenn mehrere Fotografen gleichzeitig fotografieren, ausarteten.

Zwischen den einzelnen Versuchen erklärte Monika Willert-Porada noch Grundlegendes über diese Art von Technik und wies uns ebenfalls auf Auswirkungen auf den Menschen hin. Daraufhin begab sich unsere Gruppe in den nächsten Versuchsraum, in dem sich das Elektronenmikroskop befindet.

Dort wartete bereits eine Diplom-Ingenieurin auf uns und gab ein kurzes Statement über ihre Aufgaben und ihre Arbeit ab. Hierauf stellten noch einige Schüler Fragen, die sie bereitwillig beantwortete. Sie zeigte uns das Elektronenmikroskop - ein großer Apparat, unter den man das Versuchsobjekt legt, um es dann 50 000- bis 200 000-fach vergrößert anschauen zu können. Wir betrachteten einige Stoffe und deren besondere Beschaffenheiten.

Auf einem Computerbildschirm, der direkt mit dem Elektromikroskop verbunden ist, sahen manche dieser Materialien wie riesige Mondlandschaften aus, was uns sehr beeindruckte. Anschließend gingen wir in einen weiteren Versuchsraum, in dem in unseren Augen riesige Maschinen mit gewaltigen Motoren und großen Zahnrädern standen.

Diese Geräte werden zum Testen für Fahrzeug- und Maschinenachsen verwendet, erklärte uns die Gründungsdekanin. Leider konnten wir nicht sehen, wie und auf welche Weise diese Maschinen arbeiten. Ein Besuch in der FAN, der uns um mehr als eine Erfahrung reicher machte.

 

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