Deutsch am GCE: 8a (2001) I

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Inhalt

Vom Blei zum Computer

Die Klasse 8a des GCE führte ein Interview über die technische Seite der Zeitung

BAYREUTH

Nach dem Besuch der Anzeigenabteilung des Nordbayerischen Kuriers mit Anzeigenleiter Michael Rümmele widmete die Klasse 8a des Gymnasium Christian-Ernestinum ihre Aufmerksamkeit der technischen Seite der Zeitung. Bei der Führung durch die vielen Hallen hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit zu einem Interview mit Günther Niebler, der als Sachbearbeiter für Druckaufträge tätig ist.

An der großen Rotation des Nordbayerischen Kuriers erläuterte Günther Niebler die technischen Abläufe des Zeitungsdrucks. Foto: Ritter

Frage: Wie sind Sie zu diesem Beruf gekommen und was waren die Voraussetzungen dafür?
Günther Niebler: Zuerst habe ich eine Fachschule für Drucktechnik besucht und eine Lehre als Schriftsetzer gemacht. Auf jeden Fall muss man Fachkenntnisse besitzen, die man an der Fachschule erwirbt.

Frage: Laufen die Maschinen ununterbrochen?
Günther Niebler: Ja, die Druckmaschinen laufen in der Regel 24 Stunden am Tag an sechs Tagen in der Woche.

Frage: Wie viel Papier wird täglich verbraucht?
Günther Niebler: Etwa 30 bis 40 Tonnen.

Frage: Wie gelangt die aufgegebene Anzeige von der Abgabestelle in die Zeitung?
Günther Niebler: In der Abgabestelle wird ein Manuskript erstellt, dieses wird in die Setzerei weitergegeben. Dort wird die Anzeige auf dem Bildschirm gesetzt, anhand eines Ausdrucks geprüft und dann mit der Seite auf die Druckplatte belichtet.

Frage: Wann wurden Computer erstmals eingesetzt?
Günther Niebler: Vor ungefähr 20 Jahren, speziell im Bereich der Setzerei wurden sie sehr früh eingeführt.

Frage: Wie druckte man vorher?
Günther Niebler: Mit Blei. Anzeigen mussten mit der Hand gesetzt werden; für die anderen Texte gab es eine Setzmaschine, die Zeilen aus Bleibuchstaben herstellte. Dazu saß ein Setzer vor einer Tastatur und tippte Matrizen ein, die den Buchstaben entsprachen.
Diese wurden gesammelt und ausgegossen. So entstanden Bleizeilen, die man dann herauszog und wieder sammelte. Wenn eine Seite fertig war, wurde sie umgebrochen und in eine Mater geprägt. Dazu wurde sie mit hohem Druck auf eine leicht feuchte Pappe aufgedrückt, so dass sich die Buchstaben abgebildet haben.
Anschließend wurde die Mater halbrund gebogen, um dann mit Blei ausgegossen zu werden. Den dabei entstandenen Bleizylinder spannte man in die Druckmaschine ein, die den Text mit Hochdruck auf das Papier brachte.
Farbig zu drucken war früher schwierig, da die Genauigkeit noch fehlte. Heute verwendet man Offsetdruck. Im Eingangsbereich kann man heute noch eine alte Setzmaschine begutachten.

Frage: Um wie viel Uhr ist die Zeitung fertig gedruckt?
Günther Niebler: Um 2 Uhr, spätestens 3 Uhr, da die Zeitungen schon sehr früh ausgetragen werden und es manchmal sehr beschwerlich ist, diese im Winter bis ins Fichtelgebirge zu transportieren.

Mit Günther Niebler sprachen Veronika L., Maren F., Katharina S. und Natalie P.

 

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