Ödön
von Horváth
Jugend
ohne Gott
Die Charaktere stellen sich vor... Nun ja, sie versuchen es
zumindest
Lehrer: Guten
Tag, ich bin der Lehrer und ich möchte allen, die das Buch Jugend ohne Gott
noch nicht gelesen haben, die Hauptpersonen und die Handlung vorstellen. Die
allerwichtigste Hauptperson bin ich selbst, wenn ich das mal so sagen darf, ohne mich geht
nichts. Ich versuche, in der schwierigen Zeit des Nationalsozialismus in der Schule und in
einem Zeltlager meine Klasse zu beaufsichtigen und ganz nebenbei noch einen schwierigen
Kriminalfall zu lösen, was oft wirklich nicht einfach ist...
Julius
Cäsar: Jaja, Kollega, gut gesprochen, aber lassen Sie mich doch auch mal
zu Wort kommen. Ich bin nicht DER Julius Cäsar, nein, mit Cleopatra hatte ich leider nie
etwas. Nun ja, Spaß beiseite, ich war auch mal Lehrer, habe meinen Beruf aber sozusagen
aufgegeben und bin nun für andere Leute da, indem ich ihnen meinen Rat gebe und helfe, wo
ich kann. Ohne mich hätte der Lehrer seinen Kriminalfall nie gelöst.
T:
Das
mag schon sein, aber gäbe es mich nicht, gäbe es keinen Kriminalfall, und dann gäbe es
überhaupt kein Buch! Ich hab nämlich den N umgebracht, einen Klassenkameraden, aber
bitte sagen Sies nicht allzu vielen Leuten weiter, es könnte meinem Ruf schaden...
Alle nennen mich den Fisch, weil sie meinen, ich hätte Fischaugen, das stimmt aber nicht,
ich hab nämlich in Wirklichkeit schöne Rehaugen.
N:
Nun
sei mal nicht so eingebildet, du hast ganz hässliche Fischaugen, und ich bin froh, dass
die ganze Welt weiß, dass du erst mich und dann dich selbst umgebracht hast! Du bist,
nein, du WARST, ein ganz gemeiner Idiot! |
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Z:
Also
mir gehts ja wohl auch nicht viel besser als euch! Ich war ganz schön heftig in die
ganze Geschichte verwickelt, und man hätte mich vor Gericht beinahe schuldig gesprochen,
weil man dachte, ich hätte den Mord begangen. Dabei wollte ich doch nur die Eva
beschützen, damit kein Verdacht auf sie fällt. Aber dann hat die blöde Kuh gesagt, dass
sie mich gar nicht liebt.
Eva:
Ich
hab mich schon hundertmal bei dir entschuldigt, dass ich so gemein zu dir war, aber du
bist ja so stur und stolz, dass du mich immer noch hasst! Der Herr Pfarrer ist viel netter
zu mir, der sorgt jetzt für mich, weil ich doch keine Eltern und kein Zuhause mehr habe.
Pfarrer: Danke,
danke, aber das ist doch selbstverständlich, liebe Eva.
T:
Genug
des Lobes, ich hab trotzdem keine Fischaugen.
Eva:
Jetzt
reiß dich aber mal zusammen! Vielleicht solltest du den Leuten lieber erzählen, warum du
den N überhaupt umgebracht hast?
T:
Pah,
solls doch der N selber erzählen, der weiß doch eh immer alles besser! Ich pfeif
auf irgendwelche Erklärungen!
Lehrer:
Schon gut, schon gut. Wisst ihr
was, N, T, Eva und Z, ihr geht jetzt alle nach Hause und regt euch nicht so auf, und die
Leute sollen das Buch Jugend ohne Gott einfach selber lesen. Einverstanden?
N:
Ja,
ich glaube, das ist die beste Lösung. Dann sehen mal alle, was ich mitgemacht hab mit dem
dummen, brutalen T.
T:
Ich
bin nicht dumm und hab verdammt noch mal auch keine Fischaugen!
Lehrer: Ruhe jetzt!! Und Ihnen zu Hause viel Spaß
beim Lesen!
Anna-Maria Meyer, 10c |