Buchvorstellung: „Vorstadtkrokodile“ von Max
von der Grün
Der Autor:
Der Autor meines Buches heißt Max von der Grün. Er ist am 25.Mai 1926
in Bayreuth geboren und am 7. April 2005 in Dortmund gestorben. Max von
der Grün wuchs in Mitterteich in der Oberpfalz auf. Er besuchte eine
Volksschule, Mittelschule und Handelsschule und machte eine
kaufmännische Lehre. Im Zweiten Weltkrieg war er Fallschirmjäger und
geriet in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Entlassung
lernte er Maurer und arbeitete bis 1951 in diesem Beruf. Von 1951 bis
1954 war er als Hauer auf der Zeche Königsborn in Unna ( Ruhrgebiet )
tätig. Nach einem schweren Unfall unter Tage wurde er zum
Grubenlokführer ausgebildet. Diesen Beruf übte er bis 1963 aus. Bereits
1955 begann er mit dem Schreiben. Er lebte als freier Schriftsteller
seit 1963 in Dortmund. Sein erster großer Erfolg wurde der Roman
„Irrlicht und Feuer“. In seinen Büchern beschäftigte er sich mit
politischen, privaten und auch sozialen Problemen. In der Nachkriegszeit
gilt Max von der Grün als einer der wichtigsten deutschen Vertreter der
Literatur der Arbeitswelt. Er schrieb ca. 35 Werke und bekam dafür viele
Auszeichnungen wie zum Beispiel 1974 den großen Kulturpreis der Stadt
Nürnberg. Sein Buch „Vorstadtkrokodile“ wurde ein Kinderklassiker. Für
dieses Buch erhielt er 1978 den Preis der Prager Fernsehzuschauer, denn
das Buch wurde sogar verfilmt. Er schrieb dieses Buch vor allem deshalb,
weil sein eigener Sohn an den Rollstuhl gefesselt war. Auch er musste
oft warten, bis die Nachbarkinder kamen und ihn abholten.
Inhalt:
Das Buch von Max von der Grün, das ich euch heute vorstellen möchte,
heißt „Vorstadtkrokodile“ und spielt in Dortmund. Es handelt von einer
Kinder-Bande, die dabei hilft, eine Diebesbande zu überführen. Die Bande
heißt „Krokodiler“ und besteht aus Kindern unseres Alters: neun Jungen
und einem Mädchen namens Maria, das nur dazu gehören darf, weil ihr
Bruder Olaf der Anführer der Bande ist. Denn wer zur Bande gehören will,
muss eine gefährliche Mutprobe bestehen und außerdem gut Rad fahren
können. Eines Tages sieht Hannes, der auch zu der Bande gehört, auf der
Strasse einen Jungen, der im Rollstuhl sitzt. Hannes´ Mutter wusste zu
erzählen, dass Kurt – so hieß der Junge - als Dreijähriger eine Treppe
herunter gefallen war und sich dabei so schwer verletzte, dass er
seither auf den Rollstuhl angewiesen war. Wenige Tage später lernt
Hannes Kurt kennen und nach einiger Zeit werden sie dicke Freunde.
Kurt konnte aber natürlich weder Rad fahren noch Mutproben bestehen;
er konnte also leider kein Bandenmitglied der Krokodiler werden.
Eines Nachts konnte Kurt mal wieder nicht schlafen. Als er aus dem
Fenster nach draußen sah, beobachtete er mit seinem Fernglas drei
Jugendliche, die mit ihren Mofas auf dem abgesperrten Gelände der
ehemaligen Ziegelei herumfuhren. Das kam ihm irgendwie komisch vor;
sollten das etwa die Diebe sein, von denen er in der Tageszeitung
gelesen hatte? Oder was aber wollten die drei dort sonst mitten in der
Nacht?
Am nächsten Tag erzählte er Hannes alles, was er gesehen hatte.
Hannes durfte es aber nur unter der Bedingung weitererzählen, dass Kurt
auch in die Bande aufgenommen wurde. Nach kurzem Überlegen entschlossen
sich die „Krokodiler“, Kurt als Mitglied aufzunehmen, obwohl es
sicherlich nicht einfach werden würde, einen Rollstuhlfahrer in ihrer
Bande zu haben. Von nun an holten Maria und Hannes Kurt fast täglich von
zu Hause ab. Bei einem ihrer nächsten Bandentreffen begannen sie, sich
auf dem alten Ziegeleigelände, eine neue Hütte zu bauen. Kurt konnte
dabei nicht viel helfen und betrachtete etwas die nähere Umgebung. Dabei
machte er eine ganz aufregende Entdeckung: Er fand das Lager der Diebe
und rief den Rest der Bande herbei. Gemeinsam überlegten sie nun hin und
her, wie sie die Einbrecher schnappen könnten. Aber sie hatten keine
gute Idee. Als sie darauf kamen, dass einer der Einbrecher Frank´s
- Frank war auch Mitglied Ihrer Bande
- älterer Bruder Egon war, beschlossen sie,
lieber doch nichts zu verraten. |
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Es war einige Zeit vergangen, da sollte ein großer Schornstein auf
dem Ziegeleigelände abgerissen werden. Die Diebe mussten ihr Lager
räumen. Aus ihrer Hütte heraus beobachteten die Krokodiler das
Geschehen. Einige italienische Kinder nützten diese Gelegenheit, als die
Diebe noch etwas aus dem Lager holten und klauten einen Teil des
Diebesgutes aus dem offen am Zaun stehenden Kastenwagen der Diebe. Dabei
wurden sie aber von den Krokodilern beobachtet.
In der Zwischenzeit wollte sich Kurt gerade noch einmal bei dem Lager
umschauen und stand gerade mitten auf dem Hof, da kamen die Diebe
plötzlich wieder aus ihrem Lager heraus. Kurt konnte ihnen nicht mehr
entwischen. Da nahm er Pfeil und Bogen und schoss einen der Diebe ins
Bein. Sie flüchteten in ihren Kastenwagen und fuhren weg.
Als kurz danach die Italiener von der Polizei erwischt wurden, hatten
sie das Diebesgut bei sich. Keiner glaubte ihnen die Geschichte, die sie
erzählen; alle hielten sie für die Einbrecher. Das fanden die „Krokodiler“
aber ungerecht, weil die Italiener ja eigentlich nicht die Einbrecher
waren. Sie meldeten sich also bei der Polizei und erzählten, was sie
beobachtet hatten. Absichtlich nannten sie aber keinen Namen der
Einbrecher, um Frank`s Bruder nicht zu verraten.
Die Diebe wollten sich nun an Kurt rächen und ihn einschüchtern. Sie
bedrohten Kurt und schubsten den Rollstuhl, so dass er umfiel. Kurt
wurde dabei glücklicherweise nur leicht verletzt. Bevor noch etwas
Schlimmeres passierte, erzählten nun die „Krokodiler“ der Polizei lieber
die ganze Wahrheit und wer die Einbrecher wirklich waren; und klärten so
den Fall auf. Die ausgesetzte Belohnung teilten sie nicht unter sich
auf, sondern schenkten sie Ihrem neuen Freund Kurt, so dass dieser sich
davon ein behindertengerechtes Fahrrad kaufen konnte.
Mein Urteil:
Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich würde es als
Klassenlektüre empfehlen, weil es für Jungen und Mädchen gleich gut
geeignet ist. Es war spannend, weil es einige Male eine unerwartete
Entwicklung gibt. Außerdem ist es interessant, wie die Kinder sich mit
einem anderen Kind im Rollstuhl anfreunden sich auf ihn einstellen.
Dadurch kann mancher Leser des Buches etwas besser lernen, mit
Rollstuhlfahrern umzugehen. Außerdem kommt gut heraus, dass Aufpassen
oftmals nützlich ist und Wachsamkeit und Aufmerksamkeit sich lohnen.
Wichtig ist aber auch in dem Buch, dass Ausländer nicht immer die Bösen
sind.
Am besten hat mir aber in dem Buch gefallen, dass Hannes sich
durchgesetzt hat und Kurt trotz seiner Behinderung mit zur Bande der „Krokodiler“
gehören durfte. Kurt hat dadurch einen Freundeskreis bekommen.
Schließlich haben aber alle „Krokodiler“ auch eine ganze Menge von Kurt
gelernt.
Pauline Erhard, Klasse 5a
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